Auswärtsreise nach Salzburg (Europa League)

Auswärtsreise nach Salzburg (Europa League)

Die letzte Runde in der Europa League stand auf dem Programm. In unserer Gruppe I war schon vor dem letzten Spiel alles entschieden und unser Schalke steht bereits als Gruppensieger fest. Trotzdem machten sich viele Schalker und auch viele Schweizerschalker auf den Weg nach Salzburg. So waren eine Bündner Fraktion mit sicher 10 Personen, wie auch unser vorgeschlagenen 9-Sitzer sowie einige, welche die Sehenswürdigkeiten etwas intensiver erkundet hatten, am Start. So gesehen waren in Salzburg etwas mehr als 20 Schweizerschalker.

Für uns ist Salzburg etwas näher an Schalke. Man kann hier aber nicht von einem Heimspiel reden. Die Reise Stand unter dem Motto zum ersten Mal gemeinsam europäisch auf Reisen. Geplant war eine 2 tägige Reise. Donnerstags frühmorgens fuhren wir los, damit man dem Berufsverkehr beim Gubrist nicht in die Quere kommt. Da sich bereits am frühen Morgen bei München die Autos ansammelten, entgingen wird dem Ganzen mit der Bergvariante über Innsbruck. Eine wunderschöne Gegend, aber wie alle anderen in vergleichbaren Regionen auch, fehlt es in dieser Jahreszeit an Schnee. In Salzburg angekommen erwartete uns dann eine Überraschung. Unser gebuchtes Hotel war ausgebucht. Aber freundlich wie die Österreicher waren, wurden wir kurzerhand in ein 4* Hotel mit Wellnessbereich umgebucht. Herzlichen Dank hier an die freundliche Gastfreundschaft. Am späteren Nachmittag fuhr man dann Richtung Salzburg. Das Auto liess man dann stehen und ging gemeinsam zusammen auf die eingerichtete Schalker Meile. Im Vorfeld wurden zum üblichen Tourismus auch noch viele Schalker erwartet. Aber eigentlich ist das ganz normal, wenn Schalke Auswärts fährt. Irgendwann dann ging der Fanmarsch zum Stadion los. Leider gab es auch Ecken und Kanten durch Idioten beider Lager. Aber schlussendlich trafen wir alle beim Stadion ein.

Ähnlich wie beim Heimspiel gegen Nizza hatte Trainer Weinzierl diesmal mehr als die halbe Mannschaft für die Startformation ausgewechselt. Aus Gründen der Schonung fehlten die Stammkräfte Fährmann, Naldo, Nastasic, Kolasinac, Meyer, Goretzka, Bentaleb und Choupo-Moting. Kann diese Konstellation gut gehen?

Das erste Eingreifen des Salzburg-Keepers war in der 13. Minute zu verzeichnen, als er einen Weitschuss von Konoplyanka parierte. In der 17. Minute kam Salzburg zu ihrer ersten Chance nach einem Ballververlust von Höwedes. Aber zu unserem Glück versprang Lazaro den Ball aus bester Position der Ball. Die wohl beste Chance für ereignete sich mit einem Schuss aus rund 20 Metern. Keeper Stankovic glänzte mit einer Parade. Das 1:0 schoss dann Lazaro in der 22. Minute infolge unglücklicher Abwehrarbeit von Kehrer am Strafraumrand.In der Folge drückten die Gastgeber. Lainer vergab in der 28. Minute und in der 36. Minute lenkte Baba einen Schuss noch entscheidend ab, so dass dieser nur knapp am Tor vorbeiging. Man konnte noch zwei nicht ungefährliche Weitschüsse von Konoplyanka und Avdijaj kurz vor der Pause notieren, aber unsere Schalker hatten in der ersten Halbzeit am Spielgeschehen insgesamt gesehen nichts zu melden.

Nach dem Seitenwechsel musste was gehen. Endlich machten unser Königsblauen machten endlich auch etwas fürs Spiel. So ergab sich die erste Chance in der 56. Minute von Reese mit einem strammen Schuss vom Strafraumrand. In der 69. Minute vergab Avdijaj die beste Gelegenheit zum Ausgleich für Schalke. Per Kopf scheiterte der Offensivspieler nach einem Freistoß am starken Stankovic. Bis dahin hatte man Salzburg in nicht mehr in Aktion gesehen. In die 74. Minute, scheiterte Lazaro nach einer Flanke im Fünfmeterraum. Von da an erwachten die Salzburger wieder. Nach zwei zurecht nicht anerkannten Abseitstoren von Salzburg in der 75. und 76. Minute durch Minamino kam der eingewechselten Wolf in der 77. Minute zur weiteren Chance. Innerhalb kürzester Zeit kam unser Schalke so einfach mal ins Trudeln. Schalke fing sich wieder. Der aktivste Schalker, Avdijaj, scheiterte an Salzburg-Keeper in der 85. und 86. Minute. Schliesslich sorgte Radosevic für den Schlusspunkt in der Nachspielzeit (90+4). Schalke wollte unbedingt den Ausgleich. So eilte Giefer bei einem Eckball mit vor das gegnerische Tor. Mit dem daraus entstandenen Konter über Wolf und Radosevic machte Salzburg das Ding dingfest. Abgelenkt von diesem schwachen Spiel für den mitgereisten Anhang aus Schalke und aller Welt wurde man vom Comeback von Uchida, der nach monatelanger Pause erstmals wieder Aufgebot war und in der 83. Minute ran durfte.

Resumeé
Im Vorfeld hiess es, dass man unbeschadet die K.O. Runde erreichen will. Allerdings wurde gründlich an der Mannschaftsaufstellung gebastelt. Anders darf man es nicht ausdrücken. Das Resultat und das Spielgeschehen waren eine Katastrophe. So kann man auch die Bankdrücker verheizen. Glaubte man wirklich, dass man das Ganze wie bei Nizza wiederholen kann? Steht mit einem solchen tun nicht die Arroganz ins Gesicht geschrieben? Immerhin war RB Salzburg in den letzten 3 Jahren hintereinander österreichischer Double-Sieger.

Einzig für Feuer sorgten die Ultras, welche während etwa 80 Minuten ununterbrochen „Fackeln“ zündeten. Zum Schluss sei zu erwähnen, dass Schalke innerhalb Wochenfrist zweimal gegen eine RB Mannschaft verloren hatte. Beim zweiten Mal bezweifle ich allerdings, dass dieser Niederlage nicht alles entgegengesetzt wurde. Schade für uns Anhänger. Die K.O. Runde wird am 12.12.2016 ausgelost.

 

RB Salzburg – Schalke 2:0 (1:0)

Red Bull Arena: 23133
Schiedsrichter: Radu Petrescu (Rumänien)

Tore:
22.Min.          Schlager       1:0
90+4.Min.      Radošević    2:0

Schalke:
Giefer, Riether (83‘ Uchida) , Höwedes, Kehrer, Caiçara, Stambouli, Aogo, Baba, Avdijaj, Reese (58’Schöpf), Konopljanka (75‘ Sam),
Riether (83‘ Uchida)

Salzburg:
Stankovic, Schwegler, Wisdom, Ćaleta-Car, Lainer (60’ Samassekou), Laimer, Radošević, Rzatkowski, Schlager (86’ Yabo), Lazaro (75’ Wolf), Minamino

Verwarnungen:
Schalke
keine

Salzburg
keine

Andere Verwarnungen:
keine

 

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Mozart / 654

 

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