Tagesreise mit einem kleinen Bus zum letzten Heimspiel

Tagesreise mit einem kleinen Bus zum letzten Heimspiel

Zum letzten Heimspiel der Saison konnte man mit einem vollen 9er Bus an den Start gehen. Auf eine Fanreise, wie sie im letzten Jahre stattfand, wurde diesmal verzichtet. Weiter konnte man auch noch viele Schweizer-Schalker mit individuellen Reisebedürfnissen auf Schalke antreffen.

Obwohl man letzte Woche drei Runden vor Saisonende gegen den SC Freiburg eine Niederlage einstecken musste, war der Zug für Europa noch nicht ganz abgefahren.

Mit einem Sieg könnte man auch den Hamburger SV in Richtung Direktabstieg schiessen. So in etwa gestaltete sich die Ausgangslage vor dem Spiel. Beim letzten Heimspiel der Saison werden jeweils die Spieler verabschiedet, welche die Mannschaft verlassen werden. Geehrt für die Verdienste in Königsblau wurden Klaas-Jan Huntelaar, Dennis Aogo, Sascha Riether, Timon Wellenreuther, Phil Neumann und Holger Badstuber. Auch von unserer Seite her wünschen wir euch alles Gute für die Zukunft.

Mit einer einmaligen Choreographie, bei dem das ganze Stadion mitbeteiligt war, erinnerte die Nordkurve an eine der grössten Stunde der Vereinsgeschichte vor 20 Jahren mit dem Sieg des damaligen UEFA-Cups 1997.

Schalke nahm von Beginn Weg das Zepter. Allerdings konnte Schalke die Überlegenheit in den erste 15 Minuten nicht ausnutzen, da der HSV immer wieder attackierte mit Schalke auf Ballhöhe mithielt. Allerdings einziger Höhepunkt in dieser Startphase mit Kampfansage war der Kopfball von Höwedes durch einen Eckstoss in der 6. Minute. Der HSV kam in der 15. Minute zu seiner ersten Chance durch Wood. Die Gäste fighteten und gingen etwas stärker in die Zweikämpfe, so dass für Königsblau an der Strafraumgrenze meist Schluss war. Jedoch hatte Hamburg bis dahin auch keine nennenswerte Chance in ihrem Leistungsausweis. Bis zur 25. Minute mussten wir uns gedulden, ehe Burgstaller per Kopf auf die Flanke von Bentaleb zum 1:0 einköpfen konnte. Es war der Startschuss für ein attraktives Fussballspiel. Huntelaar köpfte auf Flanke von Kehrer an den Innenpfosten. Leider konnte Burgstaller den Abpraller nicht ausnutzen und verschoss den Ball aus sehr kurzer Distanz über das Tor von Hamburgs Keeper Mathenia. Gespielt war die 33. Minute.

Auf Seite Hamburg vergab in der 39. Minute Wood wohl bis dahin seine beste Tormöglichkeit. Bei einem Konter hatte Höwedes einen Steilpass unterschätzt. Doch Wood verzog aus aussichtsreicher Position klar. In der 45. Minuten gab es nochmals einen Konter, der durch Jatta ähnlich verzogen wurde. So endete die erste Halbzeit mit dem Führungstreffer von Burgstaller in der 25. Minute.

 Nach der Pause erhöhte der HSV noch mal das Tempo, doch das war auch alles. Auf die erste Chance in der zweiten Halbzeit musste man sich bis zur 51. Minute gedulden. Fährmann klärte vor Ostrzolek. Die Hamburger drückten zwar und waren auch zu diesem Zeitpunkt überlegen, doch am Strafraum des Gastgebers war meistens Schluss. Eine weitere Chance zum Ausgleich konnte der HSV in der 59. Minute verbuchen. Schalke überstand diese Druckphase und kam mit Goretzka in der 64. Minute zur Chance der Vorentscheidung. Doch so schnell liesen die engagierten Abstiegskandidaten sich nicht unterkriegen. In der 75. Minute sowie in der 78 Minute peilten die Hamburger gleich im Doppel den Ausgleich an. Waldschmidt und Holtby waren die Unglücklichen. Etwas Luft verschaffte dann die Auswechslung von Huntelaar durch Stambouli in der 80. Minute. Mit Standing Ovations wurde der Hunter in seinem letzten Heimspiel für Königsblau verabschiedet. Die kleine Pause hat gewirkt. Coke hatte das 2:0 in der 86. Minute in Reichweite. Doch Sakai verhinderte Schlimmeres. Im Gegenzug vergab Wood frei vor Fährmann. Das war die bis dahin grösste Chance dieses Spiels. Es brach nun die Nachspielzeit von 3 Minuten an. Alles nach vorne hiess die Devise von Hamburg. Weil Schalke den Ball im eigenen Strafraum nicht wegbrachte, wühlte der HSV im Strafraum, wo Holtby den Ball zum freien Lasogga spitzelte und dieser aus halbrechter Position und kurzer Distanz ins leere Tor einschoss. 1:1 in 90.+2 Spielminuten. Mit dem Mute der Verzweiflung wurde hier Hamburg belohnt. Doch es sollte nicht die letzte Nervenprobe gewesen sein. Bei 90.+4 Minuten köpfte im Strafraum Kolasinac den Ball ins Tor zum vermeintlichen 2:1 für Schalke. Der Ball soll die Torauslinie nach dem Treten des Eckballs überschritten haben. Jedenfalls hob der Linienrichter sofort seine Fahne und entschied gegen Schalke. Somit wurde der Siegtreffer nicht gezählt. Ball draussen oder nicht ist hier wohl die Gretchenfrage? Verschiedene Gerüchte um den Videobeweis kursieren im Internet. Tatsache ist aber, dass es eine Entscheidung mit Einfluss auf den gesamten Abstiegskampf und auf die Europa League Teilnahme von Schalke war.

Bei einem Sieg Schalkes hätte man die Chance auf Europa gewahrt, Hamburg wäre so gut wie sicher in der Relegation gewesen und der FC Ingolstadt hätte weiterhin Hoffnung auf eine weitere Saison in der ersten Liga gehabt. Durch diese Hilfe des Schiedsrichtergespann spielen die Hamburger am kommenden Samstag gegen Wolfsburg noch um den direkten Klassenerhalt oder anders ausgedrückt, ob die Uhr endlich abgebaut werden darf oder nochmals eine Gnadenfrist „eingereicht“ wird.

 Unsere Königsblauen können nun eine der verkorksten Saisons der letzten Jahre mit dem Auswärtsspiel beim Absteiger FC Ingolstadt locker ausklingen lassen, denn für beide Teams geht es am letzten Spieltag weder nach oben, noch nach unten oder sonst um irgendetwas.

 

Schalke-Hamburg 1:1 (1:0)
Veltins Arena:         62271 Zuschauer (ausverkauft)
Schiedsrichter:      Markus Schmidt

 

Tore:
25.Min.          1:0 Burgstaller
90.+2.Min.     1:1 Lasogga

Schalke:
Fährmann, Kehrer, Höwedes, Nastasić, Kolasinac, Goretzka, Bentaleb (90.+1 Geis), Coke, Caligiuri (61’Avdijaj), Huntelaar (80’Stambouli), Burgstaller

Hamburg:
Mathenia, Diekmeier (85’Lasogga), Papadopoulos, Jung, Sakai,
Janjicic (78‘ Gregoritsch), Ostrzolek, Jatta (72‘ Waldschmidt), Holtby, Kostić, Wood,

 

Verwarnungen

Schalke:
08.Min. Nastasić
55.Min. Kolasinac
69.Min. Bentaleb

Hamburg:
49.Min. Diekmeier

 

 

Mozart / 654

 

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