Bericht zur Mitgliederversammlung von Schalke 04

Bericht zur Mitgliederversammlung von Schalke 04

Dieses Jahr wurde die JHV auf den 03.06.18 angesetzt. Zu diesem Anlass reisten auch ein paar Schweizerschalker die 654km nach Gelsenkirchen.

Nach einer tollen Saison konnte man gespannt sein, ob Herr Heidel Nachfolger für die wechselndenDieses Jahr wurde die JHV auf den 03.06.18 angesetzt. Zu diesem Anlass reisten auch ein paar Schweizerschalker die 654km nach Gelsenkirchen.

Nach einer tollen Saison konnte man gespannt sein, ob Herr Heidel Nachfolger für die wechselnden Goretzka und Meyer präsentieren würde. Die Überraschung blieb zumindest bei Beginn der JHV aus.

So eröffnete Herr Tönnies die Versammlung um 12:30 Uhr mit Begrüssung und diversen weiteren Erklärungen über den Ablauf der diesjährigen JHV. Es folgten die Ehrungen der Vereinsmitgliedern mit 50jährigen Zugehörigkeit und weil

Schalke bekanntlich auch andere Abteilungen neben dem Fußball hat,

wurden die Sportler und Mannschaften geehrt, die in diesem Jahr sportlich einiges geleistet haben. Um festzustellen, ob die erhaltene elektronische Stimmkarte auch wirklich funktioniert, wurde eine Probe-Abstimmung zum Thema Weltmeisterschaft gestartet. Es folgte Punkt 3 mit den Satzungsänderungsanträgen. Alle zugelassenen Anträge wurden mit der notwendigen 2/3 Mehrheit angenommen.

Als nächsten Punkt stand die „Wahl zum Wahlausschuss“ auf der Traktandenliste. Es stellen sich als Kandidaten Astrid Erlebach, Michael Klossek, Stefen Schorlemmer und Dennis Steckel vor. Die anwesenden Mitglieder wählten Stefan Schorlemmer und Dennis Steckel.

Nun folgte die im Mittelpunkt stehende Wahl des Aufsichtsrates.Es enden die Amtszeiten von Dr. Andreas Horn und Thomas Wiese. Zur Wahl zugelassen

waren Ilona Caroli, Moritz Dörnemann, Huub Stevens und Thomas Wiese (bisher).

Gewählt wurden von den Mitgliedern Moritz Dörnemann und Huub Stevens.

Der nächste Punkt auf den Traktanden waren die Berichte der Gremien“. So erwarteten uns reden von Peter Peters (Finanzen), Alexander Jobst (Marketing), Christian Heidel (Sport) und Clemens Tönnies (Aufsichtsrat). Im Geschäftsjahr 2017 beträgt der Jahresfehlbetrag rund 12,2 Millionen Euro. Als Gründe führt Peters unter anderem den besagten Umbruch bei Mannschaft und Trainer an sowie das Fehlen von Transfererlösen. In der nachfolgenden Rede vom Ressort Marketing können wir dann erlauschen, dass unser Schalke mit 240 Mio. sehr Umsatzstark ist. Davon alleine sind 90 Mio. Euro Umsatz mit Merchandisingartikeln. Weiter konnte man vernehmen, dass man intensiv am Investieren sei. Sei es am Stadion oder auf dem umliegenden Gelände, dem Berger Feld. Christian Heidel war der nächste Redner. Spielertechnisch gesehen werden dieVertragsverlängerungen von Fährmann und Nastasic (beide bis 2022) verkündet sowie die neuen Spieler Uth, Serdar, Sané und Skrzybski in Abwesenheit willkommen geheissen. Eine sensationelle Überraschung, wie viele zu Beginn der JHV erwartet haben, blieb aus. Weiter wurde die Wichtigkeit der Knappenschmiede unterschrichen und Peter Knäbel eine Danksagung ausgesprochen. Auch will Schalke weiter die besten Junioren entwickeln. Mit einer Kampfansage an die Adresse der Bayern beendete er seine Rede.

Als letzter Redner der Gremien ist Clemens Tönnies an der Reihe. Auch er erklärt, dass es die richtige Entscheidung war, Tedesco zu holen und bedankt sich bei Heidel für dessen „Spürnase“ bei der Verpflichtung unserem Trainer Domenico. Tönnies zitiert von seiner Rede vom letzten Jahr und bekräftigt nochmals, dass der Fokus darauf gerichtet wird, unseren Verein erfolgreich zu machen und weiter dafür zu arbeiten. Weiter verkündet er, dass der Aufsichtsrat beschlossen hat, den Vertrag von Marketing Vorstand Alexander Jobst bis 2024 zu verlängern.

Der nächste Punkt war Aussprache über die Gremien. Jedes Mitglied, welches meint etwas zu sagen zu haben oder zu sagen zu wollen, kann das jetzt tun. Die Redezeit ist allerdings auf 3 Minuten geregelt. Leider wurde hier vom Vorstandsgremium nicht auf alle Fragen und Meinungsäusserungen eingegangen oder zumindest hatte man den Eindruck, dass man sich zu gewissen Anliegen sich vorerst nicht annehmen müsse. Dies ist schade, da genau diesen Punkt das „gewisse Etwas“ eines Mitgliedergeführten Vereins ausmacht.

Damit alles seine Richtigkeit hat, gibt es ein Punkt, der bei dieser Versammlung nie fehlen darf. Um die Sitzung rechtmässig schliessen zu können, kommt der sogenannte Punkt „Entlastungen“ zum Tragen. Der Aufsichtsrat hat beantragt, den Vorstand zu entlasten. Das Wort wird Ehrenpräsident Gerhard Rehberg, den Tönnies zunächst als Gerhard Schröder ankündigte, übergeben. Er beantragt die Entlastung des Vorstandes. Die Mitglieder entlasten den Vorstand einstimmig. Tönnies bedankt sich im Namen des gesamten Aufsichtsrates und ist befähigt, die Jahreshauptversammlung zu schliessen. Er macht dies mit der Verkündung,dass 9320 Mitglieder anwesend sind und dem wichtigsten vom Tage: „Es gibt noch Freibier“! Um ca.16.10 Uhr endet die Veranstaltung mit dem gemeinsamen Singen des Vereinsliedes.

Mein Kommentar:

So ruhig wie dieses Jahr war eine Jahreshauptversammlung schon lange nicht mehr. Aber….wenn man bei einem Umsatz von 240Mio. Euro ein Jahresfehlbetrag von rund 12,2 Millionen Euro Jahre aufgetischt bekommt, muss man nicht Financier sein, um zu sehen, dass die beiden Ansprachen von Hr. Peters und Hr. Jobst nur Schönredereien als Deckung für das Versäumnis einer guten Finanzpolitik ohne Champions League Teilnahme sind. Mit dem neuen Ausrüster Umbro kann man das letztjährige Ergebnis von 90 Mio. Euro Umsatz für Merchandising wohl weiterhin aufrechterhalten. Aber was ist wenn nicht? Hat man die Millionen der Champions League als Defizitgarantie bereits zurückgestellt? Da die Mitglieder mit dem Vizemeistertitel sehr zufrieden sind, gab es kaum negative Stimmen oder gar Kritikpunkte. Es ist schade, dass man den Eindruck erhält, dass wenn es sportlich läuft, praktisch alles gebilligt wird, respektive Harmonie pur auf Schalke herrscht. Auf welche Lorbeeren beruft sich der Vorstand im nächsten Jahr, wenn die heute positiven abgeschlossenen Punkte nicht gleichermassen wiederholt werden könnten?

Mozart / 654km

Goretzka und Meyer präsentieren würde. Die Überraschung blieb zumindest bei Beginn der JHV aus.

So eröffnete Herr Tönnies die Versammlung um 12:30 Uhr mit Begrüssung und diversen weiteren Erklärungen über den Ablauf der diesjährigen JHV. Es folgten die Ehrungen der Vereinsmitgliedern mit 50jährigen Zugehörigkeit und weil

Schalke bekanntlich auch andere Abteilungen neben dem Fußball hat,

wurden die Sportler und Mannschaften geehrt, die in diesem Jahr sportlich einiges geleistet haben. Um festzustellen, ob die erhaltene elektronische Stimmkarte auch wirklich funktioniert, wurde eine Probe-Abstimmung zum Thema Weltmeisterschaft gestartet. Es folgte Punkt 3 mit den Satzungsänderungsanträgen. Alle zugelassenen Anträge wurden mit der notwendigen 2/3 Mehrheit angenommen.

Als nächsten Punkt stand die „Wahl zum Wahlausschuss“ auf der Traktandenliste. Es stellen sich als Kandidaten Astrid Erlebach, Michael Klossek, Stefen Schorlemmer und Dennis Steckel vor. Die anwesenden Mitglieder wählten Stefan Schorlemmer und Dennis Steckel.

Nun folgte die im Mittelpunkt stehende Wahl des Aufsichtsrates.Es enden die Amtszeiten von Dr. Andreas Horn und Thomas Wiese. Zur Wahl zugelassen

waren Ilona Caroli, Moritz Dörnemann, Huub Stevens und Thomas Wiese (bisher).

Gewählt wurden von den Mitgliedern Moritz Dörnemann und Huub Stevens.

Der nächste Punkt auf den Traktanden waren die Berichte der Gremien“. So erwarteten uns reden von Peter Peters (Finanzen), Alexander Jobst (Marketing), Christian Heidel (Sport) und Clemens Tönnies (Aufsichtsrat). Im Geschäftsjahr 2017 beträgt der Jahresfehlbetrag rund 12,2 Millionen Euro. Als Gründe führt Peters unter anderem den besagten Umbruch bei Mannschaft und Trainer an sowie das Fehlen von Transfererlösen. In der nachfolgenden Rede vom Ressort Marketing können wir dann erlauschen, dass unser Schalke mit 240 Mio. sehr Umsatzstark ist. Davon alleine sind 90 Mio. Euro Umsatz mit Merchandisingartikeln. Weiter konnte man vernehmen, dass man intensiv am Investieren sei. Sei es am Stadion oder auf dem umliegenden Gelände, dem Berger Feld. Christian Heidel war der nächste Redner. Spielertechnisch gesehen werden dieVertragsverlängerungen von Fährmann und Nastasic (beide bis 2022) verkündet sowie die neuen Spieler Uth, Serdar, Sané und Skrzybski in Abwesenheit willkommen geheissen. Eine sensationelle Überraschung, wie viele zu Beginn der JHV erwartet haben, blieb aus. Weiter wurde die Wichtigkeit der Knappenschmiede unterschrichen und Peter Knäbel eine Danksagung ausgesprochen. Auch will Schalke weiter die besten Junioren entwickeln. Mit einer Kampfansage an die Adresse der Bayern beendete er seine Rede.

Als letzter Redner der Gremien ist Clemens Tönnies an der Reihe. Auch er erklärt, dass es die richtige Entscheidung war, Tedesco zu holen und bedankt sich bei Heidel für dessen „Spürnase“ bei der Verpflichtung unserem Trainer Domenico. Tönnies zitiert von seiner Rede vom letzten Jahr und bekräftigt nochmals, dass der Fokus darauf gerichtet wird, unseren Verein erfolgreich zu machen und weiter dafür zu arbeiten. Weiter verkündet er, dass der Aufsichtsrat beschlossen hat, den Vertrag von Marketing Vorstand Alexander Jobst bis 2024 zu verlängern.

Der nächste Punkt war Aussprache über die Gremien. Jedes Mitglied, welches meint etwas zu sagen zu haben oder zu sagen zu wollen, kann das jetzt tun. Die Redezeit ist allerdings auf 3 Minuten geregelt. Leider wurde hier vom Vorstandsgremium nicht auf alle Fragen und Meinungsäusserungen eingegangen oder zumindest hatte man den Eindruck, dass man sich zu gewissen Anliegen sich vorerst nicht annehmen müsse. Dies ist schade, da genau diesen Punkt das „gewisse Etwas“ eines Mitgliedergeführten Vereins ausmacht.

Damit alles seine Richtigkeit hat, gibt es ein Punkt, der bei dieser Versammlung nie fehlen darf. Um die Sitzung rechtmässig schliessen zu können, kommt der sogenannte Punkt „Entlastungen“ zum Tragen. Der Aufsichtsrat hat beantragt, den Vorstand zu entlasten. Das Wort wird Ehrenpräsident Gerhard Rehberg, den Tönnies zunächst als Gerhard Schröder ankündigte, übergeben. Er beantragt die Entlastung des Vorstandes. Die Mitglieder entlasten den Vorstand einstimmig. Tönnies bedankt sich im Namen des gesamten Aufsichtsrates und ist befähigt, die Jahreshauptversammlung zu schliessen. Er macht dies mit der Verkündung,dass 9320 Mitglieder anwesend sind und dem wichtigsten vom Tage: „Es gibt noch Freibier“! Um ca.16.10 Uhr endet die Veranstaltung mit dem gemeinsamen Singen des Vereinsliedes.

Mein Kommentar:

So ruhig wie dieses Jahr war eine Jahreshauptversammlung schon lange nicht mehr. Aber….wenn man bei einem Umsatz von 240Mio. Euro ein Jahresfehlbetrag von rund 12,2 Millionen Euro Jahre aufgetischt bekommt, muss man nicht Financier sein, um zu sehen, dass die beiden Ansprachen von Hr. Peters und Hr. Jobst nur Schönredereien als Deckung für das Versäumnis einer guten Finanzpolitik ohne Champions League Teilnahme sind. Mit dem neuen Ausrüster Umbro kann man das letztjährige Ergebnis von 90 Mio. Euro Umsatz für Merchandising wohl weiterhin aufrechterhalten. Aber was ist wenn nicht? Hat man die Millionen der Champions League als Defizitgarantie bereits zurückgestellt? Da die Mitglieder mit dem Vizemeistertitel sehr zufrieden sind, gab es kaum negative Stimmen oder gar Kritikpunkte. Es ist schade, dass man den Eindruck erhält, dass wenn es sportlich läuft, praktisch alles gebilligt wird, respektive Harmonie pur auf Schalke herrscht. Auf welche Lorbeeren beruft sich der Vorstand im nächsten Jahr, wenn die heute positiven abgeschlossenen Punkte nicht gleichermassen wiederholt werden könnten?

Mozart / 654km

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