Fanfahrt Heimspiel gegen Mainz

Fanfahrt Heimspiel gegen Mainz

Totgeglaubte leben länger hiess es schon in der Bibel. Und so nahmen wir mal wieder alle Motivation zusammen um unsere Knappenelf gegen den Karnevalsverein aus Mainz zu unterstützen. Nicht leicht wenn man die Tabelle anschaut. Schalke als Tabellenschlusslicht mit Fünf Niederlagen in die Saison gestartet, so schlecht wie schon lange nicht mehr.

Trotzdem, Fans stehen auch mit der roten Laterne im Gepäck um 3.00Uhr in der Früh auf und warten auf den gebuchten 9 Sitzer! Diese sammelt uns von Beromünster aus in Hitzkirch, Lenzburg und Basel Bad ein.

Gut gelaunt wie immer gehen wir die 654 Kilometer an und freuen uns auf das Heimspiel. Die Fahrt setzte sich ohne Probleme fort und nach einem guten Frühstück und der Erkenntnis das es in Deutschland zwar zu gewissen Zeiten noch kein Bier zu kaufen gibt an den Tanken, wir aber auf einen gutmütigen Verkäufer zählen konnten, fuhren wir weiter..

Wir durften unseren Bus diesmal auf dem Parkplatz P7 vor dem Stadion abstellen, uns so machten wir uns bei königsblauem Wetter auf unsere Reise ins Anno 1904 e.V. wo wir nach der langen Sommerpause wieder mal alte Bekannte treffen durften. Bei einem Schnäpschen und frischem Veltins über alles Mögliche miteinander plaudern tat mal wieder gut. Mit der Strassenbahn ging es danach in die Arena, welche uns bei Sonnenschein erwartete, und wir über alle möglichen Sektoren verteilt unsere Plätze einnahmen.

Auf geht’s Schalke kämpfen und Siegen!

Das Spiel: Unser Heimteam war in den ersten Minuten stark verunsichert, man merkte den Druck welcher auf den königsblauen Schultern lastete, und so waren alle sichtlich angespannt, auf dem Rasen wie auch auf den Rängen. Denn den Schalkern blieb nichts anderes übrig als zu malochen und möglichst schnell den ersten Treffer zu setzen! Und siehe da, Schöpf hat den Treffer zum 1:0 quasi auf dem Silberteller serviert bekommen. Nach einer eigentlich harmlosen Flanke von Yevhen Konoplyanka sprang der Mainzer Kapitän Stefan Bell unter dem Ball durch und Schöpf konnte ungehindert bereits in der 11. Minute einköpfen. Das Stadion bebte, und man konnte den Stein vom Herzen aller förmlich durchs Stadion fallen hören. Dieser frühe Treffer sorgte etwas für Sicherheit und somit stabilisierte sich die Spielweise der Schalker. Der Ball lief nun eindeutig sicherer durch die eigenen Reihen und auch das Umschalten in die Offensive gelang nun besser. Die Gäste reagierten auf den Gegentreffer mit wenigen guten Angriffen und so durften wir mit einem 1:0 in die Pause gehen. In der zweiten Hälfte waren die Knappen bemüht hinten wie auch vorne Selbstbewusstsein aufzubauen, und diesen knappen Vorsprung sicher zu verwalten und eventuell sogar noch auszubauen. Die Glanzparade unseres Keepers und Kapitän Ralf Fährmann nach einem Schuss von Gbamin, und die zwei Lattenpraller von Kono, der letzte war kunstvoll direkt abgenommen und wuchtig ans Aluminium gelenkt, setzen die Highlights und liessen das Stadion immer mal wieder aufbeben. Die Gäste aber wurden erst in der Schlussphase richtig aktiv und drängten nun immer mehr auf den Ausgleich. Die Schalker waren mit steter Abwehrarbeit beschäftigt. Zittern war also wieder einmal angesagt, denn Königsblau begann nun plötzlich ein wenig zu schwimmen. Mainz reagierte aber insgesamt nicht nicht clever genug, und so durften wir alle endlich jubeln. Die ersten Punkte waren eingetütet und gaben so wieder Mut und Stärke, vor allem aufs kommende Spiel in Russland in der Champions League.

Siegesfreudig traten wir nach dem Spiel den direkten Heimweg in die Schweiz an, im Wissen darüber, dass Schalke nun mal Schalke bleibt, nicht schöner aber doch irgendwann mal wieder effizienter Fussball gespielt wird, und das mit Fans die nie zurückstecken oder den Glauben verlieren, und ein Club der es auch mal in schlechten Zeiten schafft zu malochen, einzustecken um dann aus der Krise wieder aufzustehen.

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